_diploma werk
ideen und gedanken das werk betreffend
Märchen
Wie schon in der Thesis angedeutet, glaub ich werd ich mich ziemlich sicher auf Schneewittchen beschränken. Gründe dafür sind, dass das mein Lieblingsmärchen ist, es etwaige Filme/Filmversuche darüber gibt, vor allem dass es von jedermann gekannt wird, und das ist die Vorraussetzung für meine geplante Arbeitsweise, nämlich das “blockartige” Zerschneiden/Verwirren des Märchens.
Um gleich richtig anzufangen, das Märchen in Stichworten:
3 Blutstropfen, Königin wünscht sich Mädchen, stirbt. Stiefkönigin böse, Spiegel, Jäger soll Schneewittchen töten, Wald, 7 Zwerge, Mordversuche, 3. Versuch gelingt, Glassarg, Prinz, Diener stolpert.AUS
Verknüpfung
In meinen letzten Büchern fand ich eine interessante Beziehung von Märchen, Stereotypen und dem menschlichen Gehirn. Märchen sind durch verschiedene Handlungsblöcke und stereotypischen Handlungen/Personen miteinander verknüpft, so ergibt sich die ganze Geshichte eines Märchens. Vor allem auch baut das Märchen darauf auf, dass es die schon im vorhinein bestehenden Informationsstrukturen im Gehirn benützt, um sich selbst zu erzählen und einen Sinn zu ergeben. Also ist ein Märchen nix neues für uns, es besteht in uns und ich will versuchen, mit diesen Gedankenblöcken zu spielen. Laut Bruno Bettelheim kann man ganze Blöcke des Märchens verändern oder weglassen, und der Mensch würde es nicht bemerken – weil das Gehirn die vorhandenen Gehirnstrukturen automatisch verbindet um uns somit das “Denken” zu erleichtern. Wieviel wird bei Märchen bzw generell noch gedacht? Wieviel Information wird vom Gehirn einmal angelegt und nie wieder auf dessen Richtigkeit oder Aktualität überprüft?
Dinge, die ich herausfinden will und in der Thesis und dem Werk verknüpfen möchte. Motiondesign/Vjing eignet sich für mich eben besonders gut, da es das Märchen schon aufgrund der Darstellung aus dem gewöhnlichen (Print) Kontext reisst. Noch dazu will ich auch im Design mit dieser Blockhaftigkeit arbeiten und sie in viele verschiedene Videos verpacken.
**Zusatzgedanken: Ich würde mein Märchen auch noch gerne mit einem Thema aus unserer Welt verknüpfen, da es mir sonst so aus den Sternen gegriffen erscheint. Und vor allem das sollten Märchen nicht sein. Auch wenn sie nur Grundbenimm- und Verhaltensregeln der damaligen/heutigen Gesellschaft übermitteln, kann man sie in einem Motiondesign/Vjing gut dafür verwenden – mehr zu repräsentieren. Ob Schneewittchen nun in die französische Revolution verwickelt war, die ganze Animation auf dem Schnittmuster des ersten Minirockes verwirklicht wird oder es die III industrielle Revolution repäsentiert. ///// Ich bin mir nur nich sicher ob mein Thema dann grundsätzlich zu schwer/zu viel Arbeit/zu verwirrend wird, und ich mich nicht auf weniger konzentrieren sollte. Mag aber auch sein, dass sich mit der Zeit das Chaos ordnet :-)
Schritte
Noch mehr nachdenken, offene Fragen klären. Langsam sollte schon der Startschuss für das Sammeln von Material, Texturen etc. Zerlegung des Märchens in einzelne Teile fallen – es gibt diverse Möglichkeiten wie Aufteilung nach Handlungen, Stereotypen, Zeit etc.. Fertigstellung Sammlung Material. Bau von den Endprintstücken, für jede Handlung(…) ein Printwerk. Storyboard um die einzelnen Stücke zu connecten. Beginn Animation. Analog/Digital? Produktion vieler kleiner einzelner Videos, basierend auf Stereotypen, Handlungen Backgrounds etc. Müssen nutzbar für VJING sein. Zusammensetzung einer Test-Live-Performance. Abgabe des Stückes auf CD/Printouts/Daumenkino
*Zusatzgedanken: Ich würde gerne das Blockthema auch in die Verpackung einbauen.
Material
Disney Filme, Realfilm Schneewittchen, Magazine aus den 60gern, Tapeten, Texturen, Realobjekte (Pflanzen etc), Fotografien, Mischung aus analoger und digitaler Animation/Elementen, eventuelle Überlegung Disney Frame für Frame auszudrucken und umzugestalten, bemalen, zu verändern.
*Zusatzgedanken: Wenn eine soziale, politische oder sonstige Verknüpfung zur Welt besteht, sollte ich das real vorhandene Material einbauen.
Typo
Ich bin heftig am überlegen, ob ich typografie in die animationen einbringen soll. Mein erster Gedanke ist, die Schrift wegfallen zu lassen, da es ein allseits bekanntes Märchen ist und es vielleicht nur ein paar Auslöser braucht um die Erinnerung daran zu wecken. Ausserdem würde ich die Stille ja gerne mit Sound überbrücken und ich hätte gerne die Tonaufnahmen von Disney/den anderen Realfilmen verwendet.
*Zusatzgedanken: Abhängig, ob ich mein Märchen jetzt mit einem Realpolitischen/sozialen Hintergrund verknüpfe – würde ich natürlich auch gerne diese Töne in den Sound einfliessen lassen. Aber ich denke, dass müsste mit dem entsprechenden Soundmenschen alias Künstler abgesprochen werden, da ich soundtechnisch nicht sehr begabt bin.
Sound
Ich habe schon ein zwei Personen im Auge und werde ihnen auch gleich das Konzept/den Blog zeigen, damit man sich etwas unter meiner Arbeit vorstellen kann. Soundtechnisch stelle ich mir eine zu den Bildern passende Melange vor, ein wenig (manchmal) Zauberhaft – kann allerdings ruhig aus der Reihe treten, da die Clips nicht unbedingt eine Richtung verlangen. Schön wäre es bei der Live Performance von vJ und DJ.
Ich weiss nicht inwiefern es beeinflusst, den Ton vor der Animation oder nach der Animation zu kreieren.
*Zusatzgedanken: Ich denke ziemlich viel darüber nach, aber mir ist noch kein extrem triftiger Grund ausser der ständigen Veränderbarkeit des Märchens eingefallen, die die Audio Live Performance rechtfertigen würde. Die Emotion wird eben durch Audio und Video in Kombination verursacht.
Live Perf.
Durch die Möglichkeiten einer Live Audio+Videoperformance ergibt sich jedes Mal ein etwas anderes Märchen, dass vom Zuschauer und den in den Zuschauern vorhandenen Denkstrukturen jedoch als immer gleich verstanden wird. (Annahme) Durch einen Einbau von nicht in den KOntext passenden Objekten – Umformung des Märchens soll ein Bruch hervorgebracht werden.
*Zusatzgedanken: Es gibt soviele Gründe für und gegen eine Live Performance, da hab ich leider noch lange nicht zu Ende gedacht und viel zu wenig Research betrieben.
Gedanken
Wie sicher schon bemerkt stehen ziemlich viele *Zusatzgedanken in den Absätzen. Das heisst dass ich schon recht viel über mein Werk nachdenke, allerdings noch lange nicht zu Ende gedacht habe. Ich würde nämlich schon gerne ein recht stabiles Gedankengerüst hinter der ganzen Arbeit haben und viele Sachen sind einfach noch nicht zu Ende gedacht. Vielleicht gibt es ja Ideen und Tipps zur “Denkerleichterung” :-)
Moods
Verschiedene jetzt eine Zeitlang gesammelte Moods, um ungefähre Einblicke zu geben. Allerdings hab ich erst im Print Sektor geresearcht, es kommen sicher auch noch VJ/Motiondesign Reels.





Amerika
Ich hab ja gesagt, dass ich hier schaue ob ich mich einem sozialen, politischen Thema nähern kann, weil Amerika doch recht weit von daheim weg ist. Drei Dinge sind mir bis jetzt aufgefallen: Die Unendliche Geschichte von Bush und dem Irak (will ich nicht in mein Märchen einbeziehen, ich hab genug von dem Thema nur aufgrund der Diskussionen hier), die mediale Aufbauschung von Ereignissen, die extreme unglaubwürdige Hervorhebung von Familie, Gott, Glauben und Treue dem Land und zuguterletzt, das was mir jetzt am wichtigsten ist – hier herrscht ein grundsätzlicher Mangel an genau dem Herzblut, dass wir in unsere Arbeit, in unsere Umgebung und in unser Leben stecken. Es herrscht kein Eifer, keine Vernarrtheit in Dinge, Tomaten schmecken nicht nach Tomaten sondern nach Wasser, Schinken schmeckt nach McDonalds. Keine Welt für ein romantisch, dem österreichischen Essen treu bleibendes tiroler Urgestein. Halbherzig wird dir von überall ein “how is it going” entgegengeschmissen, keiner meint es ernst.
Das führt mich leider noch zu keiner sozial politischen Verbindung, allerindgs zu dem Schluss: Ich will mich bei meinem Diplomwerk darauf konzentrieren, meine Wurzeln und mein Herzblut zu bewahren.
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